Umfrage zu unserem nächsten Lesekreis

Liebe Patreonauten,

wir suchen einen neuen Text für unseren Lesekreis. Mit welcher Autorin oder Autor möchtet ihr euch als nächstes auseinandersetzen? Wir haben einmal eine kleine Vorschlagsliste zusammengestellt, basierend auf unseren Wünschen und dem, womit wir uns aktuell beschäftigen (und wozu es gute Übersetzungen gibt). Es sind einige Autorinnen und Autoren dabei, die man jenseits der psychoanalytischen “Community” vielleicht nicht so kennt, aber die dennoch sehr lesenwert sind. Wir hoffen, dass wir alle Vorschläge und Wünsche aufgenommen haben, falls nicht, schreibt uns kurz, dann nehmen wir es in die nächste Umfrage auf

  • Wilfred Bion: Hier könnten wir unsere „Bion-Studien“ fortsetzen und einen Text über die „psychotische Persönlichkeitsorganisation“ lesen (wobei es hier nicht nur um schizophrene Erkrankungen geht), gerne aber auch andere Vorschläge.
  • Janine Chasseguet-Smirgel: Eine französische Psychoanalytikerin, die sich viel mit der Rolle von Vater und Mutter für die psychische Entwicklung beschäftigt hat. Eine mögliche Lektüre wäre der Klassiker „Gefügige Töchter“, was auch eine Vorbereitung auf die Folge zur weiblichen Perversion ist.
  • Joshua Durban: Ein zeitgenössischer israelischer Psychoanalytiker, der mit traumatisierten Kindern arbeitet, oft im Kontext des Nahostkonflikts oder des Libanonkrieges. Er hat einige berührende Texte geschrieben, an denen sichtbar wird, wie Kinderanalysen mit schwer betroffen Kindern möglich sind. Ein Text wäre etwa: Zur Bedeutung der Heimat in psychoanalytischen Therapien.
  • Mervin Glasser: Ein amerikanischer Psychoanalytiker, der sich viel mit der Psychoanalyse von Aggression und Gewalt beschäftigt hat. Heute lesenswerter denn je, etwa sein Text über die „zwei Formen von Gewalt“ („On violence“).
  • André Green: Ein französischer Analytiker, der vor allem durch seine Arbeit zur weißen Depression einflussreich geworden ist. Hier könnte man den Klassiker „Die tote Mutter“ lesen.
  • Eberhard Haas: Ein zeitgenössischer Psychoanalytiker, der mit seinen Arbeiten zu Trauerprozessen und komplexer Trauer bekannt geworden ist. Hier könnte man einen Klassiker zur Psychotherapie der nachholenden Trauer lesen.
  • Karen Horney: Eine wichtige psychoanalytische Autorin, die viele „klassische“ Konzepte Freuds, z.B. den „Penisneid“ oder „Ödipuskomplex“ neu formuliert hat, mit einem anderen Blick auf die weibliche Sexualität.
  • Alice Miller: Eine kontroverse Psychoanalytikerin, die vor allem durch ihre Arbeit zum „falschen Selbst“ berühmt geworden ist, bekannt etwa durch die Arbeit „Das Drama des begabten Kindes“, die immer noch absolut lesenwert ist.
  • Thomas Ogden: Ein oft weniger bekannter, aber sehr wichtiger Autor für die zeitgenössische Psychoanalyse. Hat zu einem aktuellen Verständnis des Ödipuskomplexes beigetragen, aber auch zur Bedeutung des Träumens und der „Musikalität“ in menschlichen Beziehungen.
  • Donald Winnicott: hat eine ganze Reihe von Klassiker-Literatur verfasst, die es auch heute noch zu lesen lohnt, z.B. über die Angst vor dem Zusammenbruch, Übergangsobjekte oder die Spieltherapie.
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